Jetzt werden alle Lücken großzügig mit Bauschaum ausgesprüht. Dazu werden alle Pflanzgefäße an ihrem gewünschten Platz mit Bauschaum befestigt, sowie die Äste und Wurzeln, die das Terrarium zieren und den Anolis als Klettermöglichkeiten dienen. Der Bauschaum kann dabei, wenn er etwas angetrocknet ist, nach Wunsch nachmodelliert werden (Dabei aber möglichst Handschuhe verwenden, das Zeug klebt wie Hölle). Anschließend sollte der Bauschaum einen Tag lang aushärten damit alles richtig fest sitzt.
Schritt 3:

Wenn alles durch getrocknet ist, kann das Styropor und der Bauschaum nachbearbeitet werden. Dabei sind Sandpapier und Heißluftfön hilfreiche Werkzeuge (bei Benutzung des Heißluftfönes gut lüften!!).
Schritt 4:

Ist die Formgebung abgeschlossen, muss der Terrarienaufbau wiederstandsfähig und wasserdicht gemacht werden. Dazu gibt es inzwischen verschiedene Produkte zur Auswahl. Wir haben gute Erfahrungen mit Zweikomponeten-Epoxydharz gemacht, welches sich hierführ eignen würde. In diesem Falle haben wir uns aber für das Terrarien Design Set der Firma E.N.T. Terrarientechnik entschieden und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Der erste Schritt bei der Arbeit mit derm Designset ist das Aufbringen der Grundierung (Rockoflex) mit einem Pinsel. Dabei müssen alle Lücken sorgfältig geschlossen werden.
Unbedingt auf hohe Qualität der Pinsel achten!
Schritt 5:

Anschließend muss das gestrichene Terrarium 15-24 Stunden trocknen, damit die Masse austrocknen kann.
Schritt 6:

Jetzt kann als nächstes das "Elastupor" angemischt und aufgetragen werden (Unbedingt Handschuhe tragen). Dafür werden die zwei Komponenten zusammen mit den Farbpigmenten in gewünschter Farbe vermischt und so lange gerührt, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Diese kann dann mit einem Pinsel sorgfältig aufgetragen werden (möglichst alle Lücken sauber schließen, da sonst später Wasser eindringen kann).
Schritt 7:

Über das noch nicht ausgehärtete Elastupor haben wir anschließend noch Torf gestreut, um eine möglichst natürlich wirkende Oberfläche zu erzielen.
Schritt 8:

Mit einem alten Besen wird der Torf nun in die Elastupormasse eingearbeitet, um eine langhaltende Verbindung zu erhalten. Nun muss das Terrarium wieder trocknen. Nach ca. 48 Stunden ist die Masse vollständig ausgehärtet und der letzte Feinschliff kann beginnen.
Schritt 9:

Nach dem Austrocknen wird der überschüssige Torf abgesaugt und das Terarium "fliegendicht" gemacht. Dazu wird der Spalt zwischen den Schiebescheiben mit einem Streifen Dichtungsband (wie er auch zum abdichten von Türen und Fenstern verwendet wird) verschlossen. Die letzten Handgriffe sind der Einbau der Düsen für die Regenanlage (diese haben wir direkt am Lüftungsgitter befestigt) und das Platzieren der Pflanzen. Dazu haben wir verschiedene Farne, Bromelien, Orchideen und Ficusse verwendet. Der Boden wurde großzügig mit Lebendmoss ausgelegt. Im Wasserteil des Terrariums haben wir noch ein schwaches Heizkabel (für Aquarien) verlegt, welches hilft die Temperatur und die Luftfeuchte hoch zu halten.
Schritt 10:

Jetzt müssen die Pflanzen nur noch ordentlich anwachsen und die Temperaturen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden. Dann können die Tiere auch schon eingesetzt werden.
Literatur:
Viele der von uns verwendeten Ideen und Anregungen stammen aus einem Artikel von Heiko Werning aus der folgenden Reptilia Ausgabe:
Reptilia 71 - Terrarien für Pfeilgiftfrösche
ein sehr gut gemachtes Buch um sich in das Thema Terrarienbau einzulesen ist auch das folgende:
Thomas Wilms - Terrarieneinrichtung
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