Dendrobaten-Terrarium

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Regenwaldterrarium

Das hier beschriebene Terrarium soll zur Haltung von Debdrobates leucomelas (gelbgebänderter Baumsteiger) und Anolis sagrei (Bahamaanolis) dienen. Als Grundlage wurde ein geklebtes Standart-Glasterrarium mit den Maßen 80*40*80 cm (L*T*H) verwendet. Die Innengestaltung wurde von Anfang an an die Vergesellschaftung von Fröschen und Anolis angepasst, so dass beide Arten im Terrarium einen optimalen Lebensraum finden.

Schritt 1:


Der erste Schritt war der Einbau der elektrischen Geräte. Dafür wurden zwei handelsübliche Kabeldurchlässe in das Lochblech eingepasst. Durch diese verlaufen später die Kabel für die Neonröhren, die Regenanlage und die Bodenheizung. Dazu werden noch zwei Fassungen für die Spotstrahler im Lochblech angebracht. Für die Neonröhren werden zwei Reflektoren mittels Silikon an der Decke angebracht.

An die Rück- und Seitenwände wurde Zierkork  mit  Silikon  angeklebt. Dieser eignet sich besonders gut als erweiterte Laufläche für die Anolis (alternativ eignen sich natürlich auch Xaxim-Platten). Auf dem Boden werden aus Styropor Plateus vorgearbeitet, die den Fröschen später als Bewegungsraum dienen.

Schritt 2:



Jetzt werden alle Lücken großzügig mit Bauschaum ausgesprüht. Dazu werden alle Pflanzgefäße an ihrem gewünschten Platz mit Bauschaum befestigt, sowie die Äste und Wurzeln, die das Terrarium zieren und den Anolis als Klettermöglichkeiten dienen. Der Bauschaum kann dabei, wenn er etwas angetrocknet ist, nach Wunsch nachmodelliert werden (Dabei aber möglichst Handschuhe verwenden, das Zeug klebt wie Hölle). Anschließend sollte der Bauschaum einen Tag lang aushärten damit alles richtig fest sitzt.

Schritt 3:


Wenn alles durch getrocknet ist, kann das Styropor und der Bauschaum nachbearbeitet werden. Dabei sind Sandpapier und Heißluftfön hilfreiche Werkzeuge (bei Benutzung des Heißluftfönes gut lüften!!).

Schritt 4:

Ist die Formgebung abgeschlossen, muss der Terrarienaufbau wiederstandsfähig und wasserdicht gemacht werden. Dazu gibt es inzwischen verschiedene Produkte zur Auswahl.  Wir haben gute Erfahrungen mit Zweikomponeten-Epoxydharz gemacht,  welches sich hierführ eignen würde. In diesem Falle haben wir uns aber für das Terrarien Design Set der Firma E.N.T. Terrarientechnik entschieden und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Der erste Schritt bei der Arbeit mit derm Designset ist das Aufbringen der Grundierung (Rockoflex) mit einem Pinsel. Dabei müssen alle Lücken sorgfältig geschlossen werden.
Unbedingt auf hohe Qualität der Pinsel achten!


Schritt 5:

Anschließend muss das gestrichene Terrarium 15-24 Stunden trocknen, damit die Masse austrocknen kann.

Schritt 6:

Jetzt kann als nächstes das "Elastupor" angemischt und aufgetragen werden (Unbedingt Handschuhe tragen). Dafür werden die zwei Komponenten zusammen mit den Farbpigmenten  in gewünschter Farbe vermischt und so lange gerührt, bis eine einheitliche Masse entstanden ist.  Diese kann dann mit einem Pinsel sorgfältig aufgetragen werden (möglichst alle Lücken sauber schließen, da sonst später Wasser eindringen kann).

Schritt 7:

Über das noch nicht ausgehärtete Elastupor haben wir anschließend noch Torf gestreut, um eine möglichst natürlich wirkende Oberfläche zu erzielen.

Schritt 8:

Mit einem alten Besen wird der Torf nun in die Elastupormasse eingearbeitet, um eine langhaltende Verbindung zu erhalten. Nun muss das Terrarium wieder trocknen. Nach ca. 48 Stunden ist die Masse vollständig ausgehärtet und der letzte Feinschliff kann beginnen.

Schritt 9:

Nach dem Austrocknen wird der überschüssige Torf abgesaugt und das Terarium "fliegendicht" gemacht. Dazu wird der Spalt zwischen den Schiebescheiben mit einem Streifen Dichtungsband (wie er auch zum abdichten von Türen und Fenstern verwendet wird) verschlossen. Die letzten Handgriffe sind der Einbau der Düsen für die Regenanlage (diese haben wir direkt am Lüftungsgitter befestigt) und das Platzieren der Pflanzen. Dazu haben wir verschiedene  Farne, Bromelien, Orchideen und Ficusse verwendet. Der Boden wurde großzügig mit Lebendmoss ausgelegt. Im Wasserteil des Terrariums haben wir noch ein schwaches Heizkabel (für Aquarien) verlegt, welches hilft die Temperatur und die Luftfeuchte hoch zu halten.

Schritt 10:

Jetzt müssen die Pflanzen nur noch ordentlich anwachsen und die Temperaturen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden. Dann können die Tiere auch schon eingesetzt werden.

Literatur:

Viele der von uns verwendeten Ideen und Anregungen stammen aus einem Artikel von Heiko Werning aus der folgenden Reptilia Ausgabe:

Reptilia 71 - Terrarien für Pfeilgiftfrösche

ein sehr gut gemachtes Buch um sich in das Thema Terrarienbau einzulesen ist auch das folgende:

Thomas Wilms - Terrarieneinrichtung

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letzte Änderung
 
10.08.2010
Aktuelles
 
10.08.2010

Nach dem der Umzug fast
geschaft ist und alle Tiere
heil in der neuen Wohnung
sind, ist mal wieder Zeit die
Page zu aktualisieren.
Und es gibt von neuem Zuwachs
zu berichten. Durch einen eher
zufälligen, aber glücklichen
Umstand, sind wir an ein paar
sehr schöne Dendrobaten
Zuchtgruppen gelangt.
Neu im Bestand sind somit:

Dendrobates auratus "Ancon Hill"
Dendrobates tinctorius "Oyapok"
Epidobates tricolor (anthony)

Sobald ich dazu komme gibt es
auch ein paar Bilder.

22.03.2010

Die Suche nach einer Partnerin
für unser nasicus-Böckschen
hat gestern ein schnelles Ende
gefunden =). Da sie noch etwas
jünger ist werden wir sie erst mal
getrennt unterbringen bis ein
eine sichere Zusammenführung
möglich ist.

07.03.2010

Heute war mal wieder Börsentermin.
Wie immer waren wir sehr gespannt
... Wie immer sind wir mit dem festen
Vorhaben außer Futter nichts mit zu
nehmen hingegangen ... und wie
fast immer kam alles anders =)
... Das "Nichts" heißt Westliche
Hakennasennatter (Heterodon
nasicus nasicus) und ist ein
ca. 35 cm großes Böckchen.
 
online seit: 03.04.08
© David Nebel